…nur ein paar Stunden Zeit? Einfach raus!

Spontaner Entschluss nach einer anstrengenden Woche. Durchatmen, Kraft tanken. Einfach raus, auch wenn’s bloß für ein paar Stunden ist.

Samstag morgen noch Haushalt machen 🙄. Checken, ob Tochter dem Kater zwischendurch den Fressnapf füllen kann — und dann los. Weit wollen wir nicht fahren, nur kurz auf die Alb: Campus Galli, die mittelalterliche Stadt-Baustelle bei Meßkirch ist immer eine Besichtigung wert. Mal sehen, was sich in den zwei Jahren seit unserem letzten Besuch so alles getan hat.

Die Kirche ist fertig! Leider gibt es Stufen und Schwellen, die nicht nur Ruth und mir das Leben schwer machen, sondern auch einigen Menschen, die dort gerade mit Rollatoren und Elektrorollstühlen unterwegs sind. Wir flüstern uns zu: In Frankreich wäre das besser gelöst! — und sicher genauso wissenschaftlich korrekt, wie hierzuland.

Auf der zentralen Lichtung duftet es nach leckerem Essen, das wir von früheren Besuchen noch in guter Erinnerung haben: Klosterwürste! Nach mittelalterlichem Rezept. Im Laden am Eingang lassen sie sich kaufen, mitsamt der Wildschwein-Salami.

Ein schadenfrohes Grinsen können wir uns nicht verkneifen, als die Bus-Touristen schweren Herzens auf den Kauf verzichten: Wir haben ja einen Kühlschrank dabei 😇

Quer durchs Donau- und Bäratal geht es die paar Kilometer nach Dotternhausen. Das alles überragende Zementwerk betreibt für Interessierte neben einem Urzeitmuseum einen Freiland-Info-Park rund um das Thema Lias-Zeitalter und Ölschiefer. Leider gibt‘s im Restaurant dort heute kein Essen. Ist schon Saisonende? Wir gehen/rollen zum Stellplatz zurück. Außer uns stehen hier noch zwei Mobile. Man grüßt sich und läßt sich ansonsten wie üblich in Ruhe.

Die Würste sind für uns zu viel, und so gibt es das Allerwelts-Campingessen: Spaghetti mit Thunfisch-Tomatensauce. Fürs Gewissen schnippeln wir eine Zwiebel rein 😚

Der Hunger verhindert zunächst ein Foto. Erst, als die Bäuche voll sind, genießen wir stimmungsvoll einen roten Tropfen und die letzten Strahlen der Abendsonne.

 

Schnell wird es kühl. Wir verziehen uns nach drinnen. Eigentlich wäre jetzt ein Lese-Abend angesagt. Die Dekadenz läßt uns stattdessen die Sat-Schüssel ausfahren und einen gepflegten Fernsehabend in der Einsamkeit der Schwäbischen Alb genießen.

Drei Wochen Urlaub!!

Auf großer Tour: Frankreichs Kanalküste, Normandie und Bretagne

Zum ersten Mal in unserem Berufsleben gönnen wir uns ganze 3 Wochen Urlaub. Drei Wochen!! Vom ersten Stopp in Strasbourg, um Internet zu tanken, über Reims und Berque bis zur belgisch-französischen Grenze in De Panne. Dann die Kanalküste entlang, um die Halbinsel Cotentin bis Le Mont Saint Michel.

Unsere Reiseroute:

Hier könnt ihr unseren Film ansehen:

Im zweiten Teil geht es immer weiter nach Westen bis ins Finistère:

Unser Womo ist da!

Unser Womo ist da!

Hurra, es geht endlich los ☺ Vorbei die langwierige und oft frustrierende Suche nach einem Wohnmobil für unsere speziellen Bedürfnisse: Hebebühne, barrierefreie Dusche & Toilette, erreichbares Bett

Eigentlich haben wir uns einen Kastenwagen vorgestellt und sämtliche Händler in weitem Umkreis nach einem Neuwagen abgeklappert. 40.000 € war unsere Schmerzgrenze. Wir hatten die Hoffnung, dass mit der breiten Schiebetüre und einer ausklappbaren Rampe oder Auffahrschienen die Barrierefreiheit ohne allzu großen Aufwand hergestellt werden könnte.
Bald war klar: Gibt’s nicht.
Öffnet man die Schiebetür, steht man bei fast allen Camper-Anbietern vor — nein, eigentlich hinter — der Küchenzeile. Der Durchgang rechts davon ist auch für Fußgänger bloß zum Durchquetschen. „Ratsch-Bumm-System“ nennen wir diese seltsame Bauform.

Ein Hersteller hat sich da mehr Gedanken gemacht: HRZ-Mobile. Da gibt’s Kastenwagen für Rollifahrer, sogar zum selber lenken. Leider hätte das bei weitem unser Budget gesprengt: Ab ca. 80.000 € in der Standard-Version ist man dabei.

Also doch was größeres? Die italienische Firma Rimor Blue Sky baut in kleiner Auflage barrierefreie Alkovenmobile. Auch hier liegt der Neupreis bei über 80.000 €.

Was nun? Die Suche nach einem Gebrauchten begann. Auch nicht einfach, entweder waren die Mobile noch Diesel ohne Schadstoffklasse. Fahrverbote vorprogrammiert (Vorsicht: auch in französischen Städten!). Oder so zerschlissen und gammlig… Naja, Schwamm drüber. Dann haben wir unser „Schneckle“ über eBay Kleinanzeigen gefunden. Perfekt für uns, Preis stimmt, gut erhalten, gepflegt. Was will man mehr?

Jetzt kann es endlich auf Tour gehen!

Hallo Welt, herzlich willkommen bei uns!

Let’s start :☺

Willkommen in unserem Blog!

Wir möchten dir hier unser Camper-Leben mit Rollstuhl und Wohnmobil vorstellen. Die Camping-Leidenschaft, das Leben „draußen“, die Begegnung mit uns selbst und anderen in anderen Ländern, grandiosen Landschaften möchten wir gerne mit dir teilen.

Dafür betreiben wir diesen Blog. Vielleicht erhältst du für deine eigene Freizeit oder sogar dein Leben aus diesem Blog Inspiration und Ideen für eigene Aktivitäten.

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Ruth & Jörg